Hoher Besuch in Pöhla bei der Saxony Minerals & Exploration AG

Saxony Minerals & Exploration AG

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So jetzt auch in Pöhla, einem Ortsteil von Schwarzenberg im Erzgebirge, wo die Saxony Minerals & Exploration AG (SME AG) mit Sitz in Halsbrücke (Landkreis Mittelsachsen) seit 2015 aktiv ist. Das familiengeführte mittelständische Unternehmen gilt als Experte bei der Gewinnung der sogenannten bergfreien Bodenschätze Wolfram, Fluorit, Zinn, Indium, Nickel und anderer Erze in Sachsen. Diese findet das Unternehmen, das zurzeit 32 Mitarbeiter beschäftigt, in einem mehrere Tausend Quadratmeter großen Gelände bei Pöhla-Globenstein im Erzgebirge. Zudem liegen behördliche Erlaubnisse für drei weitere Gebiete vor, die zum Teil bereits erkundet wurden. Für das besondere Engagement im sächsischen Erzgebirge wurde die SME AG nun sogar für den Großen Preis des Mittelstandes vorgeschlagen und erreichte dabei bereits den Sprung auf die umkämpfte Juryliste.

Etwa 15 Millionen Euro investierte das Unternehmen seit 2017 in die Aufbereitung in Mittweida sowie in den Standort Pöhla. „Großunternehmen oder Konzerne stehen dabei nicht als Finanziers hinter dieser Summe“, erklärte SME-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Reissner bereits anlässlich des Beginns der Teufe vor drei Jahren, „und daran hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert.“

Um sich über den aktuellen Stand beim derzeit einzigen aktiven Erzbergwerk im Freistaat Sachsen zu informieren, stattete Oliver Schenk, Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien sowie Chef der Staatskanzlei, dem Bergwerk einen Besuch ab. Gemeinsam mit Thomas Reissner sowie den beiden Vorstandsmitgliedern Dr. Klaus Grund und Prof. Frank Dahlhaus fuhr der Minister „ein“ und konnte sich direkt vor Ort einen unverfälschten Eindruck verschaffen. „Es ist schon beeindruckend, was hier durch ein familiengeführtes Unternehmen in den letzten fünf Jahren geschaffen wurde“, so Minister Schenk im Gespräch mit dem Vorstand. „Jetzt gelte es, gemeinsam mit der Verwaltung die Voraussetzungen für einen zügigen Start des geplanten Abbaus zu schaffen, damit sich die Hoffnungen und Erwartungen, die auch viele Menschen in der Region hinsichtlich der Schaffung neuer Arbeitsplätze hätten, zeitnah realisieren ließen.“

„Wir hoffen aktuell seitens der SME AG auf die Genehmigung des Rahmenbetriebsplanes, um dann mit den notwendigen Erschließungs- und Baumaßnahmen für den Abbau zu beginnen“, so Reissner weiter und beschreibt kurz den momentanen Stand des Bergbaus im Freistaat. „Die derzeitigen Säulen des sogenannten Gewinnungsbergbaus in Sachsen sind heute die aktuell vier Braunkohlentagebaue und nahezu 300 Gewinnungsbetriebe auf Steine und Erden“. Eine im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau erstellte Untersuchung „Kritische Rohstoffe für Deutschland“ kam vor wenigen Jahren zu dem Ergebnis, dass die Versorgungslage bei 13 Rohstoffen als besonders kritisch einzuschätzen ist, da bei Auftreten eines Versorgungsengpasses die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft schwerwiegender sind, als bei anderen Rohstoffen. Neben der Konzentration der Gewinnung auf einige wenige Erzeugerländer wie China (Antimon, Flussspat, Germanium, Graphit, Indium, Magnesium, seltene Erden, Wolfram), Südafrika (Metalle der Platingruppe), Demokratische Republik Kongo (Kobalt) und Brasilien (Niob und Tantal) kommt noch hinzu, dass ein Ersatz nicht oder nur kaum möglich und eine Rückgewinnung als Sekundärrohstoffe derzeit wirtschaftlich nur schwer darstellbar ist. Die Sicherung der Wirtschaft mit mineralischen Rohstoffen aus dem Bergbau ist deshalb inzwischen Kernbestandteil der strategischen Rohstoffwirtschaft auf den unterschiedlichsten politischen Ebenen.

Vor diesem Hintergrund hofft auch die SME AG als aktiver künftiger Betreiber eines Bergwerkes, das gerade in Hinblick auf diese existierenden Abhängigkeiten hier erheblich Abhilfe schaffen könnte, auf Unterstützung seitens des Freistaates. „Es geht uns weniger um finanzielle Zuwendungen, sondern um deutlich schnellere und transparentere Genehmigungsverfahren, um tatsächlich mit der eigentlichen Arbeit beginnen zu können“, so Reissner abschließend.

Internet: www.smeag.de

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